Ed 3/4 51 Erste Probefahrt ausserhalb des Depots am 30. August 2008 in der Region Ramsei.



Dampflok 51 ausser Betrieb!

Am Samstag, 30.04.2011 wurde die Lok 51 für die alljährliche äussere Kesselinspektion und eine anschliessende Extrafahrt eingeheizt. Während der Inspektion wurde ein leckes Siederohr festgestellt. Obwohl das Leck äusserst klein war und nur einen schier unmerklichen Wasserverlust zur Folge hatte, wurde mit dem Kesselinspektor vereinbart, die Lok nach der Extrafahrt bereits still zu legen und erst wieder nach der für nächsten Winter vorgesehenen Neuberohrung wieder in Betrieb zu nehmen.

Die Lok hatte die Extrafahrt ohne Probleme gemeistert und wurde am Abend auch gerade nach Konolfingen, in die Hauptwerkstätte des Vereins überführt.

Sie wird in diesem Sommer also nicht mehr eingesetzt und wird erst ab 2012 wieder Betriebsbereit sein.




Wissenswerte Daten der Lok Ed3/4 Nr. 51

Allgemeine Daten   Ed 3/4 51 
Bezeichnung  Nassdampf - Tenderlokomotive  
Achsfolge  1'C Baurt Mogul 
Baujahr  1906 
Erbauer  SLM 
Fabriknummer  1726 
Kaufpreis im Herstellungsjahr  49'000.- 
Leistung  500 PS 
Höchstgeschwindigkeit  45 km/h  
Zustand  in Betrieb 
Heutige Stationierung in   Burgdorf, Depotwerkstätte DBB 
   
Masse und Gewichte   
Länge über Puffer  8380 mm 
Zylinderdurchmesser  380 mm 
Kolbenhub  550 mm 
Treibraddurchmesser  1030 mm 
Achsstand total  4530 mm 
Gewicht leer  31,0 t  
Dienstgewicht  39,5 t 
Adhäsionsgewicht  33,4 t 
   
Kessel   
Heizbare Feuerbüchse  8,0 m2 
Heizfläche total  91,0 m2  
Rostfläche  1,2 m2 
Siederohre Anzahl   221 
Siederohre Länge  2650 mm  
max. Dampdruck  13,0 bar  
   
Vorräte   
Wasservorrat  4,0 m3 
Kohlevorrat  1,0 t 


weitere Besonderheiten

Die Lok ist mit einem vereinfachten, halbautomatischen Rauchverbrenner System SBB und mit einem Funkenfänger ausgerüstet.
Zentralschmierapparat für Kolben und Steuerschieber vorhanden.
Bremse und Luftpumpe System Westinghouse.

Wegen der grossen Steigung bis zu 35 Promillen war die Anhängelast für durchgehende Personenzüge von Bern nach Schwarzenburg auf 80 Tonnen beschränkt.

Die Lastgrenze für Güterzüge lag bei 90 Tonnen.

In der Fahrtrichtung Schwarzenburg - Bern war wegen der Gegensteigung am "Riedburgstutz" die Lastgrenze je nach Zugsart auf 105 - 115 Tonnen begrenzt.

Bei der Haltestelle Schwarzwasserbrücke war eine Wasserstation eingerichtet.

1907 betrug die Fahrzeit Bern - Schwarzenburg 1 Stunde 20 Minuten. (Heute liegt sie bei 33 Minuten. )


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